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Siegermentalität gegen starke Innviertler

Pettenbach/Grünau – SV Schalchen 3:2 (1:0)

Tore: Antonio Dukic (27.), Thomas Helmberger (59.), Fabian Altmanninger (63.); Daniel Büki (51.), Simon Erkner (82.)

Mit einem hart erarbeiteten 3:2-Heimsieg gegen den SV Schalchen hat die SPG Pettenbach/Grünau ihre beeindruckende Serie in der Landesliga West fortgesetzt. In einer lange ausgeglichenen und umkämpften Partie brachte Antonio Dukic unsere Mannschaft im ersten Durchgang in Führung. Als Schalchen kurz nach der Pause ausglich, folgte jedoch genau jene Reaktion, die Trainer Wilhelm Wahlmüller nach der Begegnung gegenüber Ligaportal besonders hervorhob: Pettenbach schüttelte sich kurz, schlug innerhalb weniger Minuten zweimal zurück und brachte den knappen Vorsprung anschließend über die Zeit.

Pettenbach startete stark und konnte in den ersten beiden Minuten bereits zwei Torabschlüsse durch Antonio Dukic verbuchen. Schalchen hingegen präsentierte sich routiniert, körperlich präsent und ließ den Ball über längere Phasen durchaus sicher durch die eigenen Reihen laufen. So gehörte die erste Viertelstunde zunehmend den Gästen – die Union hielt dagegen und suchte den Schlüssel, um an die Anfangseuphorie anknüpfen zu können.

…und fand ihn schließlich in der Person von Alexander Meister. Über die rechte Außenbahn ließ sich in der kompakten Innviertler Defensive immer wieder für Unruhe sorgen. Mehrfach gelang es Alex und Klausi, bis an die Grundlinie durchzubrechen und scharfe Hereingaben in den Strafraum zu bringen.

In der 27. Minute führte genau dieser Weg schließlich zum Erfolg. Meister setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte das Spielgerät scharf vor das Schalchner Tor. An der ersten Stange war Antonio Dukic zur Stelle und schob den Ball mit einem Gurkerl zur 1:0-Führung ein.

Ein Treffer, der der Union Pettenbach zunächst Sicherheit gab.

Pettenbach bekam die Begegnung danach besser in den Griff, ohne Schalchen vollständig aus dem Spiel nehmen zu können. Die Gäste blieben unangenehm, hielten in den Zweikämpfen konsequent dagegen und zeigten vor allem gegen Ende der ersten Hälfte, dass der knappe Vorsprung keineswegs ein Ruhekissen war.

In den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs boten sich Schalchen noch zwei gute Gelegenheiten auf den Ausgleich. Doch die ausgepackten Hämmer von Denis Kujovic und Hamza Tanjo strichen jeweils knapp an der rechten Stange von Tormann Tobias Zeitlinger vorbei.

Die SPG zitterte die knappe 1:0-Führung schließlich in die Katakomben – Trainer Wilhelm Wahlmüller hatte seine Stimme für die Kabinenansprache in den Minuten zuvor immerhin schon mehr als ausreichend aufgewärmt.

Nach Wiederbeginn schien zunächst wenig darauf hinzudeuten, dass die Partie innerhalb weniger Minuten komplett an Fahrt aufnehmen würde. Pettenbach hatte das Geschehen weitgehend unter Kontrolle – bis in der 51. Minute ein schneller Ball in die Spitze die Gäste aus dem Norden plötzlich zurück ins Spiel brachte.

Schalchen schaltete nach dem Ballgewinn schnell um. Matthias Aichinger witterte die Chance und schickte den anlaufenden Daniel Büki steil. Thomas Helmberger fand keinen Zugriff mehr auf seinen Gegenspieler, der das Spielgerät nur noch an Tobi Zeitlinger vorbeilegen musste.

1:1 – alles wieder offen.

Doch Pettenbach brauchte an diesem Abend keine lange Anlaufzeit, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Die Mannschaft reagierte unmittelbar – und fand ihre Antwort über die zweite Hereingabe nach einem Standard.

In der 59. Minute begann die Situation mit einem Eckball, der die Schalchner Defensive zunächst nicht groß in Bedrängnis brachte. Pettenbach-Routinier Alex Meister trieb den fortgeschlagenen Ball allerdings konsequent wieder in Richtung Sechzehner und packte eine wunderschöne Bogenlampe für Thomas Helmberger aus. Dessen wuchtiger Kopfball ins rechte lange Eck ließ Stefan Huber chancenlos zurück.

2:1 – und diesmal wollte die Union sofort nachlegen, um den Sack zuzumachen.

Nur vier Minuten später ergab sich nach einer ähnlichen Situation erneut eine zweite Chance aus einem zunächst abgewehrten Corner. Diesmal war Fabian Altmanninger hellwach. Der Innenverteidiger fackelte nicht lange und nahm das Leder volley mit links – 3:1.

Innerhalb weniger Minuten hatte Pettenbach damit aus dem zwischenzeitlichen Ausgleich einen Zwei-Tore-Vorsprung gemacht. Ein Spielstand, der sich eigentlich entspannt verwalten lassen sollte.

Gerade diese Phase sollte am Ende spielentscheidend sein. Schalchen hatte über die gesamte Begegnung zwar mehr vom Ball und kam auf 55,6 Prozent Ballbesitz, wirklich gefährlich wurde es für die Pettenbacher Defensive allerdings nur selten. Auf der anderen Seite nutzte die Union ihre eigenen Möglichkeiten wesentlich konsequenter und kam bei zwölf Abschlüssen gleich dreimal zum Erfolg.

Ganz entschieden war die Begegnung dennoch nicht.

Pettenbach bekam nun Räume für schnelle Gegenangriffe und hatte mehrfach die Gelegenheit, den Deckel endgültig draufzumachen. Weil diese Möglichkeiten ungenutzt blieben, hielt die Union den Gegner selbst – zumindest in der Theorie – im Spiel.

Und Schalchen nahm die Einladung in der 82. Minute dankend an. Wieder war es ein einziges präzises, langes Zuspiel, das reichte, um den Pettenbacher Abwehrriegel aufzuknacken. Simon Erkner bedankte sich beim zuvor eingewechselten Petar Pejicic und verkürzte – erneut allein auf Goalie Zeitlinger zulaufend – mit einem lässigen Heber auf 3:2.

Plötzlich war wieder Spannung in der Robex Arena.

Schalchen warf noch einmal alles nach vorne, Pettenbach arbeitete dagegen und versuchte gleichzeitig, die sich öffnenden Räume im Umschaltspiel zu nutzen. Mehrfach ergaben sich Situationen, in denen die endgültige Entscheidung möglich gewesen wäre – ein vierter Treffer sollte aber nicht mehr fallen.

Auf der anderen Seite gelang es den Gästen trotz ihrer Schlussoffensive nicht mehr, eine wirklich zwingende Möglichkeit zum Ausgleich herauszuspielen. So blieb es nach einer intensiven Schlussphase beim 3:2.

Es war kein Pettenbacher Abend, an dem unsere Mannschaft den Gegner über 90 Minuten dominierte. Schalchen hatte mehr Ballbesitz, spielte mehr erfolgreiche Pässe und zwang die Union zu deutlich mehr Arbeit gegen den Ball als zuletzt in Riedau. Entscheidend war diesmal etwas anderes: Die Almtaler fanden auf einen Rückschlag unmittelbar die richtige Antwort und nutzten jene kurze Phase nach dem 1:1, in der sich die Partie entscheiden ließ.

Dass es nach dem komfortabel wirkenden 3:1 am Ende trotzdem noch einmal eng wurde, dürfte dabei wohl jener Punkt sein, an dem Trainer und Mannschaft weniger Freude haben werden. Zwei Gegentreffer aus nur wenigen Schalchner Möglichkeiten zeigen, dass an diesem Abend nicht jeder Fehler folgenlos blieb.

Am Ende zählen allerdings drei weitere Punkte – und eine Serie, die sich mittlerweile sehen lässt. Die SPG Pettenbach/Grünau bleibt auch gegen den SV Schalchen ungeschlagen und bestätigt einmal mehr, dass sie derzeit auch dann Wege findet zu gewinnen, wenn spielerisch nicht alles nach Wunsch läuft.

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