SK Altheim – Pettenbach/Grünau 1:1 (1:0)
Tore: Ivan Tankuljic (2.); David Klausriegler (60.)
Nach der bitteren Derbyniederlage gegen Bad Wimsbach stand für die SPG Pettenbach/Grünau am Freitagabend bereits die nächste unangenehme Aufgabe auf dem Programm. Mit dem SK WIEHAG Altheim wartete in der 13. Runde der Landesliga West eine Mannschaft, die zuletzt mit einem deutlichen 4:1-Auswärtserfolg in Eferding aufhorchen ließ. Die Roten Teufel hatten damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie ihre jüngste Formkrise hinter sich lassen wollten.
Für Pettenbach galt es hingegen, nach der ersten Saisonniederlage wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Dass dieses Vorhaben nicht ganz nach Plan verlaufen würde, zeigte sich allerdings bereits nach kaum zwei gespielten Minuten. Was folgte, war eine Begegnung mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten, reichlich Diskussionsstoff und einem Ausgleichstreffer, der nach einem Platzverweis wohl nur noch die wenigsten Altheimer erwartet und erhofft hatten.
Beide Mannschaften begannen engagiert und suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Nach rund 100 Sekunden erwischte allerdings die Spindler-Elf den deutlich besseren Moment.
Stephan Grünbart setzte sich auf der rechten Außenbahn im Zweikampf mit Niklas Nagl durch und brachte den Ball gefährlich in Richtung Strafraum. Michael Klinglmair konnte die Hereingabe noch abfälschen, doch das Leder segelte weiter in Richtung Tobias Zeitlinger. Der Pettenbacher Schlussmann machte sich lang und faustete den Ball mit einer Flugeinlage aus der unmittelbaren Gefahrenzone – allerdings genau in die Mitte des Strafraums.
Dort stand Ivan Tankuljic völlig frei und musste nur noch den Haxen hinhalten – 1:0 für die Roten Teufel.

Ein denkbar unglücklicher Auftakt für die Almtaler, die allerdings keineswegs vorhatten, sich davon beeindrucken zu lassen. Nur wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff hatte Antonio Dukic bereits die Antwort am Fuß. Toni kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss und jagte das Leder nur knapp über den Kasten von Altheims Schlussmann Dennis Kindlinger.
Pettenbach reagierte trotzig auf den frühen Rückschlag und versuchte, den SKA mit energischem Gegenpressing bereits im eigenen Aufbau zu Fehlern zu zwingen. Die Almtaler hielten das Tempo hoch, gingen früh in die Zweikämpfe und suchten konsequent den direkten Weg zum Tor. Allerdings wurde so mancher vielversprechende Vorstoß durch hektische oder ungenaue Zuspiele wieder zunichtegemacht.
Was an diesem Abend jedenfalls nicht fehlte, war die Bereitschaft, den Gegner unter Druck zu setzen.
In der siebten Minute blitzte bereits wieder jene offensive Klasse auf, die Pettenbach in den vergangenen Wochen so gefährlich gemacht hatte. Kilian Kreiseder bewies Übersicht und schickte David Klausriegler mit einem langen Ball in die Spitze auf die Reise. Andreas Hötzenauer und Lukas Schreckensberger konnten zunächst nur andächtig hinterherschauen, als Klausi zwischen ihnen hindurchstartete.
Die schwierige Ballannahme kostete allerdings wertvolle Geschwindigkeit. Schreckensberger konnte noch einmal aufschließen und Klausriegler im entscheidenden Moment stören, sodass dessen Abschluss nicht mehr genügend Druck entwickelte. Kindlinger war zur Stelle und entschärfte die Situation.
Auch in der 15. Minute wurde es für die Innviertler wieder ausgesprochen unangenehm.
Diesmal schlug Michael Klinglmair einen langen Ball aus der eigenen Hälfte, der immer weiter in Richtung Altheimer Strafraum segelte. Antonio Dukic verlängerte per Kopf auf seinen Sturmpartner, der Schreckensberger erneut im Laufduell hinter sich ließ und einige Meter Richtung Tor marschierte.
Klausi zog ab, Kindlinger war bereits geschlagen – doch das Spielgerät zischte wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
Pettenbach hatte sich mittlerweile ein deutliches Chancenplus erarbeitet, musste aber gleichzeitig feststellen, dass sich die Teufel zunehmend besser auf das hohe Tempo der Gäste einstellten.
Nach der ersten Viertelstunde entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der auch die Hausherren wieder gefährliche Akzente setzen konnten: Ein energischer Vorstoß über die rechte Seite brachte die Pettenbacher Defensive ordentlich ins Schwitzen.
Der Altheimer Angreifer setzte sich gegen Pascal Waldl und Michael Klinglmair durch und brachte den Ball sogar noch durch die Beine von Thomas Helmberger gefährlich in die Mitte. Dort fand sich glücklicherweise kein Abnehmer – Andreas Helmberger übernahm das Leder und wollte es eigentlich nur möglichst rasch aus dem eigenen Strafraum befördern. Sein Klärungsversuch landete allerdings ausgerechnet bei Michael Wageneder, der vor dem Sechzehner bereits Maß genommen hatte.
Den wuchtigen Abschluss konnte Tobias Zeitlinger zunächst nur nach vorne abwehren. Felix Brandmayer reagierte am schnellsten und hob den Ball per Kopf über den Pettenbacher Schlussmann hinweg in Richtung Tor… doch Thomas Helmberger war zur Stelle und grätschte das Leder praktisch auf der Linie noch aus der Gefahrenzone.
Glück gehabt – und ein weiterer Beweis dafür, dass Altheim trotz der zunehmenden Pettenbacher Spielanteile jederzeit gefährlich bleiben konnte.
Nur wenig später verlagerte sich das Geschehen wieder auf die andere Seite. Antonio Dukic kam im Altheimer Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball allerdings knapp am linken Kreuzeck vorbei.
Langsam durfte man sich aus Pettenbacher Sicht fragen, wie oft man an diesem Abend eigentlich noch an der Führung der Hausherren rütteln musste, bis sie endlich fiel – in der 24. Minute folgte die nächste hochkarätige Gelegenheit.
Pascal Waldl packte vom Mittelkreis aus eine Flanke aus, die man getrost als Weltklasse-Zuspiel bezeichnen durfte. Der Ball fiel punktgenau in den Lauf von David Klausriegler, der seine Bewacher einmal mehr wie Statisten aussehen ließ und allein auf Dennis Kindlinger zumarschierte.

Doch der Altheimer Schlussmann behielt die Nerven, bekam im richtigen Moment den linken Fuß an das Leder und verlangsamte es gerade so weit, dass Klausi die Kugel nicht mehr entscheidend mitnehmen konnte.

Die Pettenbacher Offensive hatte längst ausreichend Möglichkeiten herausgespielt, um die Begegnung zu drehen. Nur der verdiente Treffer wollte partout nicht fallen.
In der 27. Minute rückte dann erstmals eine Entscheidung von Schiedsrichter Alen Puskaric in den Mittelpunkt.
Nach einem ins Seitenaus abgefälschten Ball hob Thomas Helmberger das Spielgerät auf, während Stephan Grünbart die Partie möglichst rasch fortsetzen wollte. Im Gerangel um den Ball kam es zu einem Schubser gegen den Pettenbacher Verteidiger. Zur Überraschung der Almtaler wertete der Unparteiische allerdings Helmbergers Verhalten als unsportlich und zeigte ihm die Gelbe Karte.
Eine Entscheidung, über die man durchaus diskutieren konnte – und die im zweiten Durchgang noch eine ausgesprochen unangenehme Fortsetzung finden sollte.
Zunächst rückte aber wieder der Fußball in den Vordergrund.
In der 29. Minute musste Pettenbach nochmals eine gefährliche Situation überstehen, ehe die Gäste das Kommando wieder deutlicher übernahmen und die Teufel zunehmend in deren eigene Hälfte drängten.
In der 34. Minute wurde es schließlich richtig eng für Kindlinger.
Michael Klinglmair brachte das Leder im Zusammenspiel mit Niklas Nagl hoch in den Strafraum, wo Antonio Dukic am ersten Pfosten direkt abnahm. Der Altheimer Schlussmann bekam zwar noch die Hände an den Ball, geriet mit dem Spielgerät allerdings bedenklich nahe an die eigene Torlinie.
Pettenbach reklamierte kurz, aber nicht wirklich energisch. Ob die Kugel die Linie tatsächlich vollständig überschritten hatte, ließ sich aus der Situation nicht eindeutig erkennen.
So blieb es beim 1:0 – und die Almtaler mussten sich mittlerweile ernsthaft fragen, wer an diesem Abend eigentlich das Tor der Hausherren zugenagelt hatte.
Altheim stand nun phasenweise mit nahezu der gesamten Mannschaft in der eigenen Hälfte und versuchte, die Pettenbacher Angriffe irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Die Gäste fanden immer wieder Wege in aussichtsreiche Räume, scheiterten aber entweder an der eigenen Präzision oder an der aufmerksamen Defensive des Sportklubs.
In der 39. Minute landete das Leder dann tatsächlich im Netz – David Klausriegler und Kilian Kreiseder waren bereits zum Jubeln bereit, doch Assistent Peparim Dauti hob die Fahne und machte den Almtalern einen Strich durch die Rechnung.
Abseits!

Auch in den folgenden Minuten sorgten weitere Abseitsentscheidungen für Frust bei den Gästen. Allerdings hatte die Altheimer Defensive ihre Hausaufgaben offenbar gut gemacht und die Pettenbacher Angreifer wiederholt erfolgreich in die Falle gelockt.
Die hohe Intensität der ersten Hälfte hatte mittlerweile auf beiden Seiten Spuren hinterlassen. Pettenbach blieb zwar am Drücker, schaffte es bis zum Pausenpfiff aber nicht mehr, jene eine entscheidende Situation herzustellen, die den längst möglichen Ausgleich gebracht hätte.
So ging es mit einem 1:0 in die verdiente Pause.
Die zweite Hälfte begann ähnlich turbulent wie schon die erste – und einmal mehr waren es die Hausherren, die den Almtalern einen gehörigen Schrecken einjagten. In der 49. Minute eroberte David Damberger im Pettenbacher Strafraum den Ball, nachdem Fabian Altmanninger im Zweikampf zu Boden gegangen war. Thomas Helmberger warf sich noch in den folgenden Abschluss, konnte den Ball aber nicht entscheidend entschärfen.
Das Leder gelangte zu Felix Brandmayer, der aus gerade einmal drei Metern völlig frei vor dem Tor zum Abschluss kam. Eigentlich ein Treffer, den man fast schon auf die Anzeigetafel schreiben konnte.
Doch der Altheimer Angreifer brachte tatsächlich das Kunststück fertig, die Kugel weit über den Kasten zu jagen. Pettenbach durfte kräftig durchatmen.
Allerdings nicht lange – nur wenige Minuten später verlor Michael Klinglmair seinen Gegenspieler Grünbart aus den Augen, der plötzlich völlig frei auf Tobias Zeitlinger zulaufen konnte. Der Abschluss fiel glücklicherweise viel zu schwach aus, um den Pettenbacher Schlussmann ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Und auch in der 54. Minute brannte es wieder lichterloh.
Altheim erhöhte plötzlich das Tempo und kombinierte sich mit wenigen Kontakten durch die Pettenbacher Defensive. David Damberger kam schließlich über die rechte Seite zum wuchtigen Abschluss, doch Zeitlinger war hellwach und entschärfte den Versuch zur Ecke.
Innerhalb von kaum zehn Minuten hatte Pettenbach gleich mehrere große Möglichkeiten der Hausherren überstanden. Die Spindler-Elf war deutlich entschlossener aus der Kabine gekommen und wollte die Partie nun endgültig auf ihre Seite ziehen… dann folgte allerdings jener Moment, der den weiteren Verlauf des Abends vollständig verändern sollte.
Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Thomas Helmberger brachte der Pettenbacher Verteidiger sein Unverständnis über die Entscheidung des Schiedsrichters zum Ausdruck. Alen Puskaric wertete die kurze Reaktion als Kritik und zeigte ihm die zweite Gelbe Karte.
Gelb-Rot in der 55. Minute.

Aus Almtaler Sicht eine ausgesprochen harte Entscheidung, zumal bereits die erste Verwarnung für reichlich Diskussionen gesorgt hatte. Auch Trainer Wilhelm Wahlmüller konnte seinen Unmut darüber nicht verbergen und wurde seinerseits verwarnt – Pettenbach musste damit für die verbleibenden rund 35 Minuten in Unterzahl bestehen.
Doch statt in Schockstarre zu verfallen, schien der Platzverweis bei den verbliebenen zehn Spielern zunächst genau das Gegenteil auszulösen. Die SPG war plötzlich wieder hellwach, suchten aggressiv die Zweikämpfe und warf alles in die Waagschale, um das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Dass die Emotionen nach der Gelb-Roten Karte hochkochten, war deutlich zu spüren.
Kurz darauf kam es erneut zu einer strittigen Situation.
Nach einem schnellen Pettenbacher Vorstoß erkannte Pascal Waldl früh, wohin sich das Spiel entwickeln würde, und unterbrach den Altheimer Umschaltversuch mit gutem Stellungsspiel. Antonio Dukic pflückte das hohe Zuspiel herunter und drang in den Strafraum ein, wo Lukas Schreckensberger ihm im Zweikampf auf den Fuß stieg.

Der Kontakt war deutlich zu erkennen, doch Schiedsrichter Puskaric ließ weiterspielen. Die mitgereisten Pettenbacher Anhänger waren außer sich – und trieben ihre Mannschaft umso lautstärker nach vorne.
Nur wenige Augenblicke später bewies Pascal Waldl erneut genau jenes Gespür, das es in solchen Momenten braucht.
Der Außenverteidiger erkannte, dass die Altheimer Defensive bei einer schnellen Seitenverlagerung nicht optimal stand, und schlug einen langen, präzisen Ball in den freien Raum. Lukas Schreckensberger hatte David Klausriegler hinter seinem Rücken offenbar völlig aus den Augen verloren.
Klausi nahm das Zuspiel auf, machte noch einige Meter und entschied sich diesmal gegen das Umkurven seines Gegenspielers – stattdessen zog er einfach ab.
Dennis Kindlinger blieb chancenlos.
1:1!
Ausgleich in Unterzahl – und das nach einer Phase, in der eigentlich alles gegen Pettenbach gelaufen war.
Ein herrlich herausgespielter Treffer, bei dem Waldls Übersicht und Klausrieglers Entschlossenheit perfekt ineinandergriffen. Mit gerade einmal zehn Mann hatten die Almtaler tatsächlich jenen Ausgleich erzwungen, den sie sich schon im ersten Durchgang mehrfach verdient gehabt hätten.
Nun änderte sich allerdings die Aufgabenstellung grundlegend.
Pettenbach verlegte sich zunehmend darauf, das Ergebnis mit einem kompakten Defensivverbund zu verteidigen und höchstens noch über schnelle Gegenangriffe gefährlich zu werden. Die Roten Teufel übernahmen das Kommando und drängten die Gäste immer weiter in deren eigene Hälfte.
Offensiv war von der Wahlmüller-Elf nun kaum mehr etwas zu sehen, dafür wurde die Arbeit gegen den Ball umso wichtiger. Altheim versuchte, die numerische Überlegenheit mit viel Ballbesitz, langen Hereingaben und schnellen Seitenwechseln auszunutzen. Pettenbach hielt leidenschaftlich dagegen und warf sich in jeden Zweikampf, der irgendwie dazu beitragen konnte, den Punktgewinn zu sichern.
In der 72. Minute wurde es erneut gefährlich. Felix Brandmayer setzte sich im Pettenbacher Strafraum in Szene, wurde allerdings von Elias Steininger und Michael Klinglmair gerade noch ausreichend bedrängt, sodass sein Abschluss zu schwach ausfiel. Tobias Zeitlinger begrub das Spielgerät sicher unter sich.
Vier Minuten später war es erneut Brandmayer, der zum Abschluss kam, das Leder diesmal allerdings deutlich über das Gehäuse jagte.
Die Innviertler blieben am Drücker und suchten zunehmend verzweifelt nach jener Lücke, die Pettenbach ihnen einfach nicht gewähren wollte. Auch das heimische Publikum war mittlerweile voll dabei und beklatschte jeden Ballgewinn der Teufel, um die Spindler-Elf zum entscheidenden Treffer anzutreiben.
Auf der Gegenseite wurden die Kräfte langsam knapp.

In den letzten Minuten versuchten die Almtaler fast nur noch, die Bälle möglichst weit aus der Gefahrenzone zu befördern. Eine geordnete Entlastung gelang kaum mehr, und wenn sich doch einmal Raum zum Umschalten bot, fehlten entweder die nötigen Anspielstationen oder schlicht die verbliebenen Körner.
In der 88. Minute musste Zeitlinger einen abgefälschten Versuch von Stephan Grünbart entschärfen, ehe es kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit noch einmal richtig brenzlig wurde.
Grünbart brachte den Ball von der rechten Strafraumkante gefährlich in Richtung des langen Ecks. Quentin Kreiseder wollte per Kopf klären, erwischte das Spielgerät allerdings so unglücklich, dass es plötzlich bedrohlich in Richtung des eigenen Tores segelte.
Tobias Zeitlinger reagierte glänzend, machte sich lang und faustete den Ball mit einer starken Parade aus der Gefahrenzone. Ein Rettungsakt, der an diesem Abend mindestens so viel wert war wie der Ausgleichstreffer auf der anderen Seite.
In der Nachspielzeit wurde es noch einmal hektisch, doch Altheim fand gegen die leidenschaftlich verteidigenden Almtaler keinen entscheidenden Weg mehr zum Tor.
Dann war Schluss.
Mit dem 1:1 nahm die SPG Pettenbach/Grünau einen hart erkämpften Punkt aus dem Innviertel mit – und durfte sich nach diesem Spielverlauf durchaus als moralischer Sieger fühlen, ohne dabei die starke Leistung der Hausherren schmälern zu müssen.

Pettenbach hatte nach dem frühen Gegentreffer eine starke erste Hälfte gespielt, Altheim über weite Strecken unter Druck gesetzt und genügend hochkarätige Möglichkeiten herausgearbeitet, um zumindest mit einem Ausgleich in die Kabinen zu gehen. Dass der Treffer trotz all dieser Gelegenheiten nicht fallen wollte, erinnerte beinahe schon unangenehm an das Derby gegen Bad Wimsbach.
Vielleicht steckte der ansonsten so befreit aufspielenden Offensive die erste Saisonniederlage tatsächlich noch ein wenig in den Knochen. Jedenfalls fehlte auch diesmal bei mehreren guten Gelegenheiten jene Selbstverständlichkeit im Abschluss, die Pettenbach in den Wochen zuvor ausgezeichnet hatte.
Nach Wiederbeginn verschob sich das Kräfteverhältnis allerdings deutlich. Altheim kam entschlossener aus der Kabine, ließ mehrere große Chancen liegen und profitierte schließlich vom Platzverweis gegen Thomas Helmberger. Dass Pettenbach ausgerechnet danach den Ausgleich erzielte und anschließend über eine halbe Stunde dem Druck der Hausherren standhielt, spricht für die Mentalität und den Zusammenhalt dieser Mannschaft.
Auch Tobias Zeitlinger gebührt dabei besondere Anerkennung. Der Pettenbacher Schlussmann war nach dem unglücklichen frühen Gegentreffer mehrfach entscheidend zur Stelle und hielt seiner Elf mit wichtigen Paraden den Rücken frei.
Unter dem Strich bleibt ein verdienter Punkt, mit dem angesichts der langen Unterzahl wohl beide Seiten leben können.
Nach 13 Runden hält die SPG Pettenbach/Grünau damit bei 28 Punkten und bleibt weiterhin auf Rang zwei der Landesliga West.
Das Restprogramm vor der Winterpause hat es allerdings noch einmal in sich. Mit dem zuletzt erstarkten SC Schwanenstadt und dem UFC Eferding warten zwei Mannschaften, die sich in den vergangenen Wochen zunehmend angenähert haben. Im direkten Duell setzte sich Schwanenstadt an diesem Spieltag mit 2:0 durch und verlängerte damit die Negativserie der Eferdinger, die zuletzt bereits drei Niederlagen hinnehmen mussten.
Für Pettenbach wird es nun darum gehen, nach zwei schwierigen Begegnungen wieder jene offensive Leichtigkeit zu finden, mit der man sich über weite Strecken der Herbstsaison an die Spitze der Landesliga West gespielt hat.
Was dabei Mut macht, ist weniger der eine Punkt in Altheim als vielmehr die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist – denn wer nach einem frühen Rückstand, zahlreichen vergebenen Möglichkeiten und einem Platzverweis noch einmal zurückschlägt und sich anschließend mit zehn Mann erfolgreich gegen den Würgegriff des Teufels stemmt, hat zumindest eines eindrucksvoll bewiesen:
Diese Mannschaft lässt sich nicht so leicht unterkriegen.


