Zusammen. Halt. Vereint.

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Intensiver Saisonauftakt endet mit Remis in Sattledt

Sattledt – Pettenbach/Grünau 1:1 (1:0)

Tor: Antonio Dukic (66.)

Mit einem engagierten Auftritt ist die Union Pettenbach in die neue Landesliga-Saison gestartet. Beim ATSV Sattledt übernahm unsere Mannschaft früh die Initiative, zeigte viel Präsenz im Mittelfeld und suchte von Beginn an konsequent den Weg nach vorne.

Schon in der 2. Spielminute hatte David Klausriegler das 1:0 auf dem Fuß – der mit einem Haken im Strafraum Fabian Zehetner abschütteln konnte und alleine vorm Sattledter Schlussmann auftauchte. Mit einer Glanzparade konnte Lukas Laher den frühen Rückstand für seine Mannschaft verhindern. Nach fünf Minuten sorgten ein Eckball und der darauffolgende Versuch erneut für Gefahr vor dem Sattledter Tor.

Auch danach bestimmte die Union Pettenbach über weite Strecken das Geschehen, ließ den Ball über längere Passfolgen durch die eigenen Reihen laufen und verlagerte das Spiel immer wieder in die Hälfte der Gastgeber. Die Partie blieb dennoch intensiv und umkämpft. Zahlreiche Zweikämpfe, Freistöße und Unterbrechungen ließen nur selten einen durchgehenden Spielfluss entstehen, ohne dass Pettenbach dabei die eigene Linie verlor.

In der 23. Spielminute rückte das Sportliche dann für einige Augenblicke völlig in den Hintergrund. Torhüter Tobias Zeitlinger wollte einen Ball von der rechten Strafraumkante kommend abfangen und prallte dabei mit dem Kopf gegen die Stange. Nach dem heftigen Zusammenstoß musste er mehrere Minuten auf dem Platz behandelt werden. Zeitlinger erlitt einen Cut, konnte die Partie nach der Versorgung jedoch mit einem Kopfverband fortsetzen.

Ein Schreckmoment, der bei den Pettenbachern besonders ungute Erinnerungen weckte. Zeitlinger hatte aufgrund einer Handverletzung die gesamte zweite Hälfte der vergangenen Saison verpasst. Ausgerechnet in Sattledt absolvierte er nun sein erstes Ligaspiel im Tor seit dem 8. November 2025 – und musste bei seinem Comeback gleich einen weiteren schmerzhaften Moment überstehen. Umso bemerkenswerter, dass er anschließend weiterspielte und seiner Mannschaft weiterhin den nötigen Rückhalt gab.

Nach der längeren Unterbrechung fand die Spielgemeinschaft wieder zurück ins Spiel und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Die Abschlüsse häuften sich, doch die Belohnung blieb zunächst aus. Sattledt lauerte seinerseits auf jene Momente, in denen sich Räume öffneten – und nutzte kurz vor der Pause eine solche Gelegenheit konsequent. Nach einer 5-minütigen Druckphase gingen die Gastgeber durch Neuzugang Sertan Cam in der 43. Minute mit 1:0 in Führung.

Der Rückstand entsprach dabei nur bedingt dem bisherigen Spielverlauf. Die Almtaler hatten nicht nur gut dagegengehalten, sondern über weite Strecken selbst die Akzente gesetzt. Entsprechend fiel auch die Reaktion aus: Noch vor dem Pausenpfiff suchte unsere Mannschaft sofort wieder den Weg nach vorne und machte deutlich, dass sie sich vom Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen lassen wollte. Neun Abschlüsse gegenüber vier auf Seiten des ATSV unterstrichen zur Halbzeit, dass Pettenbach längst mitten im Spiel war – einzig der verdiente Treffer fehlte noch.

Nach dem Seitenwechsel erwischte zunächst Sattledt den etwas besseren Start und kam durch Cam früh zu einer Möglichkeit samt anschließendem Eckball. Pettenbach überstand diese Phase jedoch unbeschadet, gewann wieder mehr Sicherheit am Ball und übernahm zunehmend die Kontrolle.

Der Aufwand sollte sich schließlich auszahlen. In der 66. Minute fiel der längst verdiente Ausgleich zum 1:1. Dem Treffer war ein toller Vorstoß von Andreas Helmberger über den gesamten linken Flügel vorausgegangen, bei dem er das Sattledter Mittelfeld und die Abwehrriege stehen ließ. Sein Zuspiel fand anschließend Antonio Dukic zielsicher im Strafraum, der mit einer schnellen Drehung das Spielgerät chancenlos im langen rechten Eck platzieren konnte.

Es war die Belohnung für einen Auftritt, bei dem unsere Mannschaft nie nachließ und immer wieder den Weg in die gefährlichen Räume suchte. Insgesamt schlugen am Ende 16 Torabschlüsse zu Buche, sieben davon aus dem Strafraum – Pettenbach versuchte es also keineswegs nur aus der Distanz, sondern kam regelmäßig in aussichtsreiche Positionen.

Mit dem Ausgleich nahm die Begegnung noch einmal deutlich an Intensität zu. Beide Mannschaften wollten mehr als den einen Punkt, und auch die Union blieb offensiv ausgerichtet. In der 84. Minute folgte allerdings der nächste einschneidende Moment. Nach einem Zweikampf und der anschließenden Auseinandersetzung am Boden sah Antonio Dukic die Rote Karte.

Eine Entscheidung, die auch nach Sichtung der vorhandenen Videoaufnahmen zumindest fragwürdig erscheint. Zu erkennen ist, wie Dukic zuvor von Lukas Schmuck mit beiden Armen umschlungen und zu Boden gebracht wird. Im anschließenden Handgemenge am Boden bekommt Dukic sogar zunächst die Hände seines Gegenspielers ins Gesicht, bevor auch sein Arm unglücklich an Schmucks Kopf landet. Dessen Beitrag zu der Situation wurde jedoch lediglich mit der Gelben Karte quittiert, während Dukic in die Kabine geschickt wurde.

Für Pettenbach bedeutete der Platzverweis jedenfalls, die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten zu müssen. Die Mannschaft ließ sich davon jedoch ebenso wenig aus dem Konzept bringen wie zuvor vom Rückstand. Statt sich ausschließlich zurückzuziehen, hielt sie weiter dagegen und suchte selbst noch den Weg nach vorne. Auch tief in der langen Nachspielzeit entstanden weitere Abschlusssituationen, während Sattledt über Standards und einzelne Vorstöße auf den späten Siegtreffer drängte.

Mit großem Einsatz brachte Pettenbach das 1:1 schließlich über die Zeit und nahm damit einen verdienten Punkt aus Sattledt mit.

Vor allem aber stimmten Moral und Auftreten zum Saisonstart. Pettenbach ließ sich weder vom Rückstand noch vom Schreckmoment um Zeitlinger Tobi oder der turbulenten Schlussphase aus der Bahn werfen, blieb bis zum Ende im Spiel und kämpfte bis weit in die Nachspielzeit um jeden Ball.

Ein Punkt zum Auftakt – und eine Leistung, auf der sich für die kommenden Aufgaben aufbauen lässt.

Bericht und Fotos: Knebel Stephan

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