Zusammen. Halt. Vereint.

„Das 1:0 war der Dosenöffner“ – W. Wahlmüller, 2026

Riedau – Pettenbach/Grünau 0:3 (0:0)

Tore: Antonio Dukic (52.), David Klausriegler (79., 89.)

Mit einem 3:0-Auswärtserfolg beim SV Riedau hat die SPG Pettenbach/Grünau ihre ungeschlagene Serie in der Landesliga West weiter ausgebaut. Das Ergebnis liest sich am Ende deutlich, der Weg dorthin war allerdings zunächst ein durchaus steiniger. Der Aufsteiger aus dem Innviertel bereitete unserer Mannschaft vor allem in der Anfangsphase einige Probleme und hielt die Partie lange offen. Erst nach und nach fanden die Almtaler besser in ihr Spiel – ehe Antonio Dukic kurz nach der Pause den Bann brach und David Klausriegler mit einem späten Doppelpack für klare Verhältnisse sorgte.

Die Hausherren machten von Beginn an deutlich, dass sie nicht vorhatten, der Union das Spiel kampflos zu überlassen. Riedau störte den Pettenbacher Spielaufbau früh, ging entschlossen in die Zweikämpfe und hatte in den ersten Minuten durchaus mehr von der Begegnung. Ein richtiger Spielfluss wollte durch das sehr frühe Einschreiten des Unparteiischen Lukas Schüttengruber allerdings zunächst nicht so recht aufkommen.

Nach einer Standardsituation entstand auch die erste gefährliche Szene vor dem Pettenbacher Tor. Der Freistoß von Sanel Salletmayr passte perfekt auf den Kopf von Julian Glasner, der aus der zweiten Reihe durchgestartet war, das Spielgerät allerdings knapp am Gehäuse vorbeilegte. Auch in der Folge tat sich unsere Mannschaft zunächst schwer, die gewohnte Ruhe in den eigenen Aufbau zu bekommen. Riedau blieb unangenehm und kam in der 21. Minute zu einer weiteren guten Möglichkeit durch Lukas Maximilian Eder, der das Leder jedoch deutlich über den Kasten des heranstürmenden Tobias Zeitlinger jagte.

Erst mit zunehmender Spieldauer änderte sich das Bild. Ab der 30. Spielminute bekam Pettenbach mehr Zugriff, ließ den Ball zunehmend sicherer durch die eigenen Reihen zirkulieren und verlagerte das Geschehen immer häufiger in Richtung des Riedauer Strafraums.

Die ersten wirklich gefährlichen Pettenbacher Abschlüsse ließen entsprechend nicht lange auf sich warten. In der 33. Minute durfte das Pettenbacher Herz das erste Mal höherschlagen, als Alexander Meister seine bis dahin sehr aufmerksamen Verfolger abschütteln konnte und den Ball von der rechten Strafraumkante zu Torjäger Antonio Dukic brachte. Der wuchtige Versuch aus dem Stand flog noch über Riedaus Schlussmann Peter Briglauer hinweg – drei Minuten später musste dieser immerhin zugreifen, um Tonis zu schwach getroffenen Abschluss zu entschärfen und damit die Führung der Gäste zu verhindern.

Die Union hatte nun sichtbar besser in die Partie gefunden. Der SVR verteidigte allerdings weiterhin konsequent und machte die Räume rund um den eigenen Strafraum eng. So blieb Pettenbach zwar häufiger am Ball und kam zunehmend in gefährliche Zonen, der entscheidende letzte Schritt fehlte im ersten Durchgang aber noch.

Mit einem torlosen 0:0 ging es schließlich in die Kabinen. Vereinslegende und Infrastruktur-Polier Bernhard „Berni“ Fekete und ich waren uns in der Halbzeitanalyse einig: „Bekommen wir eins, wird es schwer. Machen wir eins, öffnet sich das Spiel und wir können unsere Stärken in der Offensive ausspielen.“ – und wir sollten Recht behalten.

Nach dem Seitenwechsel trat Pettenbach deutlich entschlossener auf. Was sich gegen Ende der ersten Hälfte bereits angedeutet hatte, setzte sich nun fort: Unsere Mannschaft übernahm immer mehr die Kontrolle und drängte die Gastgeber zunehmend zurück.

In der 52. Minute fiel schließlich der erlösende Führungstreffer. In bester Staubsauger-Manier stoppte Fabian Altmanninger aus der mittlerweile vor der Mittellinie stehenden Pettenbacher Viererkette einen Vorstoß der Gastgeber und trug das Leder postwendend tief in die gegnerische Hälfte zurück. Einen Kurzpass zu Toni Dukic später musste sich dieser den Ball nur noch zurechtlegen und zog einfach einmal knapp vor dem Strafraum ab. Diesmal konnte Briglauer nur überrascht hinterherschauen – 1:0 für die SPG Pettenbach/Grünau.

Der sprichwörtliche „Dosenöffner“, wenn wir dem Zitat auf Ligaportal glauben wollen, aus dem Munde von Trainer Wilhelm Wahlmüller.

Mit der Führung im Rücken wurde das Pettenbacher Spiel zunehmend sicherer. Der SV Riedau musste nun selbst etwas mehr investieren und konnte sich nicht mehr ausschließlich darauf konzentrieren, die Räume eng zu halten. Dadurch ergaben sich für die Almtaler immer wieder Möglichkeiten, gefährlich in den Strafraum einzudringen.

Überhaupt spielte sich ein großer Teil der Pettenbacher Offensivaktionen an diesem Samstagnachmittag dort ab, wo es für den Gegner wirklich unangenehm wird: 15 der insgesamt 18 Abschlüsse wurden innerhalb des Riedauer Strafraums abgegeben.

Ein zweiter Treffer wollte zunächst trotzdem nicht fallen. Pettenbach ließ mehrere Möglichkeiten liegen und verabsäumte es damit, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Riedau blieb so trotz deutlich weniger eigener Gefahr lange im Spiel und lauerte weiterhin auf jene eine Aktion, die den Ausgleich hätte bringen können.

Der Pettenbacher Abwehrriegel um die Gebrüder Thomas und Andreas Helmberger, Fabian Altmanninger und Pascal Waldl ließ sich davon allerdings kaum beeindrucken. Während die Almtaler vorne zunehmend Chancen kreierten, fand der SV Riedau offensiv immer weniger statt. Nach der Pause brachten die Gastgeber überhaupt nur noch einen einzigen Abschluss zustande.

Trotz mehrerer Großchancen dauerte es bis zur 79. Minute, ehe die Union ihre Überlegenheit auch ein zweites Mal in Tore ummünzen konnte.

Nach ungewohntem Tiki-Taka-Fußball im rechten Mittelfeld ging plötzlich alles ganz schnell. Der eingewechselte Michael Klinglmair hatte den richtigen Riecher und schlug den Ball von der Seitenlinie quer in den freien Raum. Emmanuel Stinglmayr schaltete am schnellsten und bediente David Klausriegler direkt. Der fackelte nicht lange und jagte das Leder mit einem präzisen Gewaltschuss unhaltbar ins linke lange Eck.

Für die Gastgeber wurde die Aufgabe damit endgültig zur Herkulesaufgabe – und für Pettenbach war der nächste Auswärtssieg zum Greifen nahe.

Doch Klausis Torhunger war damit erst geweckt – und Pettenbach erhöhte noch einmal die Schlagzahl. Ein Gewaltmarsch von Elias Steininger in der 82. Spielminute hätte beinahe die endgültige Entscheidung gebracht, doch Peter Briglauer bewies einmal mehr, dass er hält, was zu halten ist, und lenkte den Torschuss gerade noch zum mitgelaufenen Lukas Starzengruber, der vor Elis Nachschuss klären konnte.

Und doch mussten die rund 40 mitgereisten Fans nicht ohne einen weiteren Jubelschrei die Heimreise antreten.

In der 89. Minute war es erneut Elias, der den Pettenbacher Umschaltangriff einleitete, als er nur wenige Meter vor dem eigenen Strafraum am linken Flügel den Ball bekam. Sein Zuspiel fand an der Mittellinie den wartenden David Klausriegler – und der konnte erneut zeigen, warum sein Name aktuell ganz oben in der Torschützenliste der Landesliga West angeschrieben steht.

In einem erbarmungslosen Sprint, den drei mitlaufende Innviertler verzweifelt mitzugehen versuchten, zeigte Klausi einmal mehr, dass er aktuell in einer ganz eigenen Klasse unterwegs ist. Alleine vor dem Tor ließ er Briglauer keine Chance und schob das Spielgerät flach ins linke Eck zum 0:3-Endstand ein.

Damit bekam das Ergebnis spät auch jene Deutlichkeit, die sich unsere Mannschaft mit der Leistungssteigerung im Verlauf der Partie erarbeitet hatte, bevor Schiedsrichter Schüttengruber die Begegnung beendete.

Der Blick auf die gesamten 90 Minuten zeigt dabei eine Begegnung mit zwei durchaus unterschiedlichen Phasen. Riedau erwischte den besseren Start und machte Pettenbach mit aggressivem Anlaufen und konsequenter Zweikampfführung das Leben schwer. Die Union brauchte ihre Zeit, fand ab Mitte des ersten Durchgangs aber immer besser in die eigenen Abläufe und übernahm zunehmend das Kommando.

Nach der Pause legten wir noch eine Schippe drauf. Am Ende standen etwas mehr als 56 Prozent Ballbesitz und 18 Pettenbacher Abschlüsse lediglich fünf Versuchen der Gastgeber gegenüber. Viel wichtiger als die nackten Zahlen waren jedoch die Entwicklung innerhalb der Partie und das Gefühl, im Auftritt der Mannschaft immer deutlicher die Handschrift von Trainer Willi Wahlmüller erkennen zu können.

Dass die Entscheidung trotzdem erst in der Schlussphase fiel, lag vor allem an der eigenen Chancenverwertung. Möglichkeiten für einen früheren zweiten Treffer waren zahlreich vorhanden, blieben zunächst aber ungenutzt.

Am Ende steht dennoch ein auch in dieser Höhe verdienter 3:0-Auswärtserfolg, die nächste Weiße Weste und die Fortsetzung einer mittlerweile beachtlichen Serie. Nach sechs ausgetragenen Landesliga-Partien ist die SPG Pettenbach/Grünau weiterhin ungeschlagen – und nimmt aus Riedau die nächsten drei Punkte mit zurück ins Almtal.

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