Zusammen. Halt. Vereint.

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Grieskirchen – Pettenbach/Grünau 0:2 (0:1)

Tore: David Klausriegler (21./Elfmeter, 95.)

Mit einem 2:0-Auswärtserfolg beim SV Grieskirchen hat die Union Pettenbach ihre starke Serie in der Landesliga West fortgesetzt. In einer ungewöhnlichen Partie überließen die Almtaler den Gastgebern über weite Strecken den Ball, sorgten selbst aber für die deutlich gefährlicheren Aktionen. David Klausriegler brachte unsere Mannschaft per Elfmeter in Führung und sorgte tief in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung.

Doch zunächst übernahm vor dem Anpfiff das Wetter das Ruder und weckte ungute Erinnerungen an die Vorwoche, als Regen und Wind die 4. Runde der Landesliga West verhinderten. Das ausgefallene Heimspiel gegen die Union Peuerbach wird am 22.09.2026 um 19:30 Uhr in der Robex Arena nachgeholt.

Von Beginn an zeigte sich ein Spielbild, das sich über weite Strecken des Abends ziehen sollte. Grieskirchen hatte viel Ballbesitz und versuchte, die Partie über längere Passfolgen aufzubauen. Pettenbach stand kompakter, suchte nach Ballgewinnen aber schnell und zielstrebig den Weg nach vorne.

Nach rund zwölf Minuten entstand die erste richtig gefährliche Pettenbacher Abschlusssituation: Elias Steininger rannte auf dem linken Flügel allen davon, zog nach innen und setzte den Ball aus spitzem Winkel an den linken Pfosten.

Nach weiteren Möglichkeiten auf beiden Seiten folgte in der 21. Minute schließlich die Führung für die Almtaler. Bei einer Flanke in den Strafraum bekam Grieskirchens German Rudelstorfer den Ball beim Abwehrversuch an die Hand. Schiedsrichter Enes Fatih Kizil zeigte auf den Punkt und David Klausriegler übernahm die Verantwortung. Klausi ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß flach ins rechte Eck zum 1:0.

Auch danach blieb die Union gefährlich. Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer kam Antonio Dukic nach einer schnellen Kombination über Alexander Meister und David Klausriegler nahezu unbedrängt zum Abschluss. Schlussmann Marcel Hartl war jedoch zur Stelle und konnte den gut platzierten Ball Richtung rechtes Kreuzeck gerade noch zur Ecke abwehren.

Die Gastgeber hielten weiter viel den Ball, taten sich aber schwer, daraus klare Möglichkeiten zu entwickeln. In der 29. Spielminute wurde es schließlich auch vor dem Pettenbacher Tor gefährlich. Nach einem Eckball kam Grieskirchen durch Verteidiger Gabriel Leibetseder zu einer seiner besten Gelegenheiten der ersten Hälfte, doch Tobias Zeitlinger war zur Stelle und faustete das Spielgerät aus der Gefahrenzone.

Fast im Gegenzug bot sich Antonio Dukic erneut die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Wieder fand er allerdings in Marcel Hartl seinen Meister. So ging es trotz weiterer guter Pettenbacher Möglichkeiten lediglich mit einem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der Sportverein aus dem Hausruckviertel, dass man das Ergebnis so nicht stehen lassen wollte. Grieskirchen bestimmte weiterhin einen Großteil des Ballbesitzes, die Almtaler blieben mit ihren schnellen Vorstößen jedoch deutlich gefährlicher.

In der 59. Minute hatte David Klausriegler die Großchance auf seinen zweiten Treffer und damit auf eine frühe Vorentscheidung. Nach einem schnellen Konter über Andreas Helmberger auf der linken Seite kam Klausi am linken Pfosten an den Ball – doch Marcel Hartl zeigte einmal mehr seine Klasse und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Wie wenig der reine Ballbesitz an diesem Abend über die tatsächliche Torgefahr aussagte, zeigte sich im weiteren Verlauf immer deutlicher. Grieskirchen hatte am Ende 72 Prozent Ballbesitz, brachte daraus aber lediglich sieben Abschlüsse zustande. Pettenbach kam trotz magerer 28 Prozent Spielanteil auf gleich 23 Versuche.

Die Vorentscheidung ließ dennoch weiter auf sich warten. In der 81. Minute kam Klausriegler erneut zum Abschluss, setzte den Ball diesmal jedoch flach knapp links am Grieskirchner Tor vorbei.

Damit blieb die Partie trotz der Vielzahl an Pettenbacher Chancen offen. Ein einziger gelungener Angriff hätte Grieskirchen weiterhin zum Ausgleich gereicht, während es die SPG Pettenbach/Grünau verabsäumte, die Begegnung früher zu entscheiden.

In der Schlussphase verschlechterte sich die Ausgangslage für die Gastgeber zusätzlich. Lukas Schindler hatte genug der schnellen Pettenbacher Vorstöße gesehen und brachte als letzter Mann David Klausriegler im Laufduell zu Boden. Die Rote Karte wegen Torchancenverhinderung – folgerichtig. Grieskirchen musste die verbleibenden Minuten damit in Unterzahl bestreiten.

In der 90. Spielminute bot sich Elias Steininger noch einmal die große Gelegenheit zum zweiten Treffer, doch erneut war Marcel Hartl zur Stelle.

In der vierten Minute der Nachspielzeit durfte Grieskirchen noch einmal auf den Ausgleich hoffen. Vor dem Pettenbacher Strafraum traf Pascal Waldl lediglich die Wade von Tobias Hochreiter, nachdem dieser den Ball noch wegspitzeln konnte. Aus aussichtsreicher Freistoßposition warf der SVG alles nach vorne – Eldin Fejzic jagte das Leder allerdings ohne Gefahr in die Wolken.

Als sich auf der Tribüne bereits die ersten zum Zusammenpacken bereit machten und wohl auch mancher Akteur gedanklich schon in der Kabine war, durfte doch noch einmal gejubelt werden.

Nur vier Ballkontakte vor dem Schlusspfiff schickte Emmanuel Stinglmayr Klausriegler auf die Reise und machte German Rudelstorfer endgültig zur tragischen Figur des Abends. Trotz zwei bis drei Metern Vorsprung zum Ball bewies Klausi einmal mehr seine Sprinterqualitäten, setzte sich im Gemenge mit Hartl und Rudelstorfer durch und lief schließlich allein auf die Torlinie zu.

Der Einschub zum 2:0 war gleichzeitig die letzte Aktion der Partie – unmittelbar danach ertönte der Schlusspfiff im Fröling-Stadion.

Pettenbach nahm damit drei verdiente Punkte mit ins Almtal, musste sich aber durchaus den Vorwurf gefallen lassen, eine Partie mit zahlreichen eigenen Möglichkeiten unnötig lange offen gehalten zu haben. Auf der anderen Seite ließ die Union gegen einen Gegner mit enorm viel Ballbesitz nur wenig wirkliche Gefahr zu und blieb erstmals in dieser Landesliga-Saison ohne Gegentreffer.

Nach dem Remis zum Auftakt in Sattledt folgten damit Siege gegen Esternberg, Ohlsdorf und nun auch Grieskirchen. Die Union bleibt nach vier gespielten Runden ungeschlagen und steht aktuell bei drei Siegen in Folge.

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