Zusammen. Halt. Vereint.

Zusammen. Halt. Vereint.

Klausriegler Hattrick im ersten Sieg der Saison

Pettenbach/Grünau – Esternberg/St. Roman 3:1 (3:0)

Tore: David Klausriegler (4., 6., 33.), Attila Soós (93.)

Mit einem starken Auftritt vor heimischer Kulisse hat die Union Pettenbach am zweiten Spieltag den ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen die SPG Esternberg/St. Roman sorgte vor allem ein furioser Start für klare Verhältnisse: David ‚Klausi‘ Klausriegler traf innerhalb der ersten sechs Minuten gleich doppelt und komplettierte noch vor der Pause seinen lupenreinen Hattrick. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Erfolg.

Schon in der 4. Spielminute erarbeitete sich unsere Mannschaft den ersten Eckball – und die daraus resultierende, frühe Führung. Ein Sauwaldveilchen ließ die Hereingabe an seinem Knie abtropfen, sodass das Spielgerät vor die Füße von David Klausriegler fiel. Der bedankte sich und brachte das Leder im kurzen Eck zum 1:0 unter.

Kaum war der Jubel verklungen, kam es für Esternberg doppelt dick. Nur zwei Minuten später tauchte unsere Mannschaft erneut gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld ging alles ganz schnell – Killian Kreiseder schaltete am schnellsten und bediente mit seinem Steilpass erfolgreich Alexander Meister. Dessen flachen Torschuss aus spitzem Winkel konnte Schlussmann Niklas Hochholzer noch mit einer Fußabwehr parieren. Doch erneut bewies Klausi den richtigen Riecher, stand beim Abpraller goldrichtig und stellte in der 6. Minute auf 2:0.

Der Doppelschlag spielte der Union natürlich perfekt in die Karten. Esternberg wirkte angeschlagen, versuchte aber über Ballbesitz wieder Sicherheit und einen Weg in die Partie zu finden – tat sich aber unerwartet schwer wirkliche Gefährlichkeit auszustrahlen. Gleichzeitig offenbarte die hoch stehende Abwehr der Gäste immer wieder Platz dahinter – Räume, die unsere schnellen Offensivspieler konsequent zu nutzen versuchten.

In der 33. Minute war es schließlich erneut David Klausriegler, der seinen beiden Bewachern Pascal Mayr und Michael Haas entwischen konnte. Nach einem Ballverlust der Gäste unmittelbar vor dem Pettenbacher Sechzehner schlug Michael Klinglmayr das Leder ohne Umwege nach vorne. Klausriegler setzte sich mit Tempo eindrucksvoll gegen beide Verteidiger durch und ließ sich die Gelegenheit zum 3:0 nicht mehr nehmen. Der Hattrick war perfekt.

Noch vor dem Seitenwechsel bot sich sogar die Möglichkeit, weiter nachzulegen. Zur Pause blieb es jedoch beim 3:0. Acht Pettenbacher Abschlüsse in den ersten 45 Minuten und drei Treffer zeigten vor allem eines: Während Esternberg mehr vom Ball hatte, war unsere Mannschaft in den entscheidenden Räumen wesentlich zielstrebiger und effizienter.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild erwartungsgemäß etwas. Mit der komfortablen Führung im Rücken musste Pettenbach nicht mehr jede Situation mit dem gleichen Risiko ausspielen und konzentrierte sich zunehmend darauf, das Ergebnis kontrolliert nach Hause zu bringen. Die SPG Esternberg / St. Roman hatte dadurch mehr Ballbesitz und versuchte, den Druck zu erhöhen – schaffte es durch kleinere Unkonzentriertheiten im eigenen Spiel aber immer wieder selbst, vielversprechende Ballbesitzphasen frühzeitig zu beenden.

Gefährlich wurde es unter anderem nach rund einer Stunde, als ein abgefälschter Freistoß der Innviertler für Unruhe sorgte. Insgesamt blieben wirklich klare Esternberger Möglichkeiten aber Mangelware. Über die gesamte Partie kamen die Gäste lediglich auf fünf Torabschlüsse.

Pettenbach beschränkte sich gleichzeitig jedoch nicht nur auf die Defensivarbeit. Auch im zweiten Durchgang entstanden immer wieder Möglichkeiten über schnelle Gegenstöße und die Räume hinter der weiterhin hoch stehenden Esternberger Abwehr. Das vierte Tor wollte trotz weiterer Abschlüsse allerdings nicht mehr fallen.

Die Zahlen zeichneten damit ein durchaus interessantes Bild der Begegnung: Nur 42,7 Prozent Ballbesitz und 241 erfolgreiche Pässe standen auf Pettenbacher Seite 57,3 Prozent und 353 Pässen der Gäste gegenüber. Bei den Torabschlüssen zeigte sich jedoch das genaue Gegenteil. Während die Sauwaldveilchen lediglich fünfmal zum Abschluss kamen, brachte die Almtaler es auf insgesamt 16 Versuche – ein deutlicher Beleg dafür, dass wir aus unseren Spielanteilen die größere Gefahr entwickeln konnten.

Dass am Ende dennoch nicht die Null stehen blieb, war einem kurzen Moment der Unachtsamkeit tief in der Nachspielzeit geschuldet. In der 93. Minute nutzte Attila Soós einen Ballverlust der Union Pettenbach im Angriff und verkürzte noch auf 3:1.

Mehr als ein Schönheitsfehler sollte dieser späte Gegentreffer allerdings nicht mehr sein. Wenig später war Schluss und der erste Landesliga-Sieg der neuen Saison unter Trainer Willi Wahlmüller endgültig eingefahren. Mögen ihm noch viele folgen.

Fotos: Anton Fekete

Weitere Beiträge