Sattledt – Pettenbach/Grünau 1:2 (1:0)
Tore: David Klausriegler (88. u. 91.)
In der 18. Runde der Landesliga West traf der ATSV Sattledt auf die SPG Pettenbach/Grünau. Die Partie versprach von Beginn an Spannung, da es sich um ein traditionsreiches Derby handelte. Nach dem Führungstreffer mit dem Pausenpfiff durch die Sattledter schien es, als könnten sie die Partie für sich entscheiden. Doch in den letzten Minuten des Spiels drehten die Gäste die Partie und sicherten sich mit einem 2:1-Erfolg die drei Punkte. Rund 250 Zuschauer erlebten eine dramatische Schlussphase, die der SPG den neunten Saisonsieg sicherte.
Sattledt geht in Führung
Die Anfangsphase war geprägt von einem vorsichtigen Abtasten beider Teams. Die ersten gefährlichen Aktionen kamen von den Gästen, die jedoch zunächst ohne zählbaren Erfolg blieben. Die Sattledter hingegen nutzten kurz vor der Halbzeit ihre Chance. In der 45. Minute bekamen sie einen Elfmeter zugesprochen, den Semih Gölemez sicher verwandelte und seine Mannschaft in Führung brachte. Der Strafstoß war allerdings nicht unumstritten, da das Foul an der Strafraumgrenze stattfand. Trotz dieser Kontroverse ging es mit einem Vorsprung für den ATSV in die Halbzeitpause.
Spannende Schlussphase: Pettenbach wendet das Blatt
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild des Spiels zunehmend. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Trotz einer starken ATSV-Defensive, die lange Zeit dem Druck standhielt, gelang der SPG Pettenbach/Grünau in der 89. Minute der verdiente Ausgleich. David Klausriegler nutzte ein Getümmel im Strafraum, um den Ball über die Linie zu drücken und das 1:1 zu erzielen.
Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit kam es zu einem weiteren Angriff der Gäste, der erneut von Klausriegler erfolgreich abgeschlossen wurde. Nach einer Kombination über Altmanninger, Weinzirl und Dukic landete der Ball bei Klausriegler, der das umjubelte 2:1 für die SPG erzielte. Der Schlusspfiff besiegelte den Erfolg für die Gäste, die somit wichtige Punkte im Kampf um eine Präsenz im oberen Tabellendrittel sichern konnten.
Die Sattledter verpassten es, ihre Führung zu verteidigen und mussten sich trotz einer kämpferischen Leistung geschlagen geben. Für die Zuschauer war es ein nervenaufreibendes Derby, das erst in der Schlussphase entschieden wurde. Beide Mannschaften zeigten eine engagierte Leistung, wobei die SPG Pettenbach/Grünau letztendlich das glücklichere Ende für sich verbuchen konnte.
Nach dem Abpfiff stand Rainer Kührer, Übungsleiter des Siegerteams, Ligaportal zum Gespräch zur Verfügung.
Ligaportal: „Hallo Rainer, wie haben Sie die Partie insgesamt erlebt und wie fällt Ihr Fazit aus“?
Rainer Kührer: „Es war ein Derby – doch in der ersten Halbzeit bekam man kein richtiges Gefühl für eine Derbystimmung. Es war wenig Feuer in der Partie, keine der beiden Mannschaften konnte sich Chancen kreieren – eine ganz komische Stimmung in den ersten 45 Minuten. Mit dem Pausenpfiff bekam Sattledt einen Elfmeter, den sie verwerteten, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Wir haben dann ein wenig umgestellt, und im zweiten Abschnitt waren wir die klar bessere Mannschaft. Allerdings taten wir uns lange schwer, uns Chancen zu erarbeiten, weil der Gegner sehr tief gestanden ist. Mit zunehmender Spieldauer hat man aber gesehen, dass wir immer mehr Möglichkeiten herausspielen konnten. Dass wir in der Schlussphase noch einen Doppelpack schnüren, ist sicherlich glücklich – vielleicht wäre ein Remis gerechter gewesen. Aber diesen Sieg nehmen wir natürlich sehr gerne mit.“
Ligaportal: „Sattledt ist mit einer Führung in die zweite Halbzeit gegangen – wie haben Sie wahrgenommen, wie der Gegner diese Phase angegangen ist?
Rainer Kührer: „Sattledt hat in der zweiten Hälfte eigentlich nur noch verwaltet, kaum mehr Entlastung gehabt und offensiv nur selten stattgefunden. Wir hatten zwar bis zur 80. Minute auch keine klaren Chancen, aber meine Mannschaft hat nie aufgegeben und immer daran geglaubt – deshalb gilt ihr ein großes Lob.“
Ligaportal: „Trotz des Sieges: In welchen Bereichen sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?“
Rainer Kührer: „Speziell in der ersten Hälfte hat uns die Energie gefehlt, die uns in der letzten Runde ausgezeichnet hat, als wir gegen Grieskirchen bereits nach 15 Minuten drei Tore erzielt haben.“
Bericht: Ligaportal-Manuel Waldl, Fotos: Fekete Toni


